12/2008 corporate design preis
begründung der jury von tom leifer
gemeinschaftsgefühl

»wie schafft man bei den bürgern einer in fünf teilorte geg-
liederten gemeinde in der schwäbischen ostalb gemeinschafts-
gefühl? erstens: indem man ihnen – den bürgern wie den bis-
herigen teilgemeinden – ein einheitliches corporate design
verleiht. zweitens: indem dieses corporate design ein selbstbe-
wusstes bekenntnis formuliert und dieses dann auch zum kern
des auftritts macht. mit der typografischen hervorhebung des
pronomens »mein« im begriff ge-mein-de mag einerseits zwar
der bürger ganz individuelle ansprüche betonen, doch macht
er sich in der vielfalt der begrifflichkeiten zum teil eines großen,
schönen ganzen. »meine« heimat, »mein« wohnort, »meine«
urlaubsregion, »meine« landschaft... der fantasie sind hier keine
grenzen gesetzt. typo, farben und ansatz sind extrem klassisch
und in ihrer konsequenz merkbar beabsichtigt. die umsetzung
ist dabei ganz nebenbei eine gelungene hommage an große ge-
stalter wie otl aicher, max miedinger oder emil ruder. ein gerad-
linig »durchdeklinierter« und blitzsauberer auftritt, der vor allem
eines zeigt: wie design das bewusstsein prägen kann. und das ist
das eigentlich bemerkenswerte und auszeichnungswürdige an
dieser arbeit.«


04/2008 novum
abtsgmünd – erscheinungsbild einer gemeinde

»ein scheinbar sprödes thema wählten fabienne seeger und
christina richter für ihr diplom an der hochschule für gestal-
tung schwäbisch gmünd. sie realisierte ein quicklebendiges
erscheinungsbild für die gemeinde abtsgmünd, die aus insge-
samt fünf teilorten besteht: [...] so entwickelten die new-
comer ein erscheinungsbild, das das pronomen »mein« aus
dem zusatz »gemeinde« als hauptmerkmal hervorstellt. neben
den klassischen komponenten eines corporate designs wie
geschäftspapieren, visitenkarten und flyern sowie dem zuge-
hörigen designmanual entstanden auch mehrere plakatserien,
die den wortteil »mein« als blickfang aufweisen oder durch
typografische wortspiele aufmerksamkeit erregen. eine schöne
arbeit bester »ulmer schule« ...«


11/06 rems-zeitung
sparkassenstiftung verleiht »ostalb-oscar«
portrait über abtsgmünd

»[...] schlüssig und witzig geht es in dieser arbeit sowohl um
die identität der aus den fünf teilorten bestehenden gemeinde
wie auch um deren außendarstellung, für die selbst noch ein
briefumschlag dienlich sein kann. [...]«


09/2006 schwäbische post
das »mein« in der gemeinde

»[...] im zentrum ihrer arbeit über ein mögliches erscheinungs-
bild von abtsgmünd steht das wort gemeinde. aus der gemein-
de haben die studentinnen bei ihren entwürfen das »mein«
mit einem dickeren schriftgrad oder auch in farbe hervorgeho-
ben. sie haben schrift, größen, farben für die verschiedenen
bereiche (kultur ist rot) festgelegt und ein gestaltungshand-
buch erstellt. entwürfe für briefbogen, visitenkarten, flyer, post-
karten, poster, den ortsplan, buttons, stofftüten und t-shirts
haben die beiden entwickelt. sogar wäscheklammern. wort-
spiele, die sich durchs falten ergeben, haben in den entwürfen
genauso platz wie postkartensprüche auf schwäbisch zum
schmunzeln: »do isch's arg schee« steht auf der einen, »gell?!«
auf der anderen, an die sich »do glotsch!!« schließt. ihre ent-
würfe sehen übrigens immer kleinschreibung vor. ebenfalls
ergebnis ihrer arbeit ist ein buch über die gemeinde. »mein abts-
gmünd« heißt es und enthält viele fotografien mit ungewöhn-
lichen bildausschnitten und lässt neben entstehungsgeschicht-
lichem auch menschen sprechen, die sich dort wohlfühlen. [...]«


05/2006 gmünder tagespost
themenpfad
fliegergruppe schwäbisch gmünd bietet ab pfingstsonntag
viel infos rund ums fliegen auf dem hornberg

»[...] »der hornberg ist sehr beliebt bei den ausflüglern. oft sind
ganze familien unterwegs. eben diesen wollten wir etwas bieten«,
erläuterte er vorsitzende der fliegergruppe, ingo treuter. über
den winter hatten die mitglieder der gmünder fliegergruppe, da-
von allein 58 jugendliche, alle hände voll zu tun. wollen sie doch
spaziergängern und besuchern auf dem hornberg etwas beson-
deres bieten: informationen rund ums fliegen. dank zahlreicher
sponsoren entstand so ein themenpfad mit zehn tafeln, die einen
informativen spaziergang auf dem hornberg bieten. grafisch umge-
setzt durch die studentin christina richter, die den themenpark
zu ihrer studienarbeit machte. anfangs noch in einem zehnköpfigen
studententeam, setzte sie schließlich das vorhaben um. »auf der
einen seite der tafeln wird sich ein emotionaler, poetischer text mit
dem thema fliegen befassen. auf der anderen seite wird die techni-
sche seite beleuchtet«, informierte flieger-pressereferent jochen
aminde im gespräch mit dieser zeitung. etwa erläuterungen über
die thermik, die navigation, warum ein flugzeug überhaupt fliegt und
unter anderem sogar ein strömungsmodell, das die aerodynamik
sichtbar machen wird. [...]«